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Immobilienverkauf: Nachträgliche Schuldzinsen steuerlich abziehbar

Immobilienverkauf: Nachträgliche Schuldzinsen steuerlich abziehbar

Wer eine vermietete Immobilie verkauft und mit dem Verkaufserlös das Immobiliendarlehen nicht vollständig tilgen kann, darf die Schuldzinsen weiterhin als Werbungskosten aus Vermietung steuerlich geltend machen.

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Unzählig viele Immobilieneigentümer haben beim Kauf ihrer Immobilie zu tief in die Tasche greifen müssen. Doch reicht der Verkaufserlös nicht aus, um die aufgenommenen Immobiliendarlehen zu tilgen, beteiligt sich das Finanzamt wenigstens an den Schuldzinsen.

Schuldzinsen, die einem Steuerzahler nach dem Verkauf einer bislang vermieteten Immobilie anfallen, weil der Verkaufspreis der Immobilie unter dem Darlehenssaldo lag, dürfen als nachträgliche Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden.

BFH kassiert Anordnung des Ministeriums

Das Bundesfinanzministerium ließ nachträgliche Werbungskosten in vergleichbaren Fällen nur zu, wenn die Immobilie innerhalb der zehnjährigen Spekulationsfrist nach § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG verkauft wurde. Doch die Richter des Bundesfinanzhofs stellten klar, dass der nachträgliche Werbungskostenabzug für Schuldzinsen unabhängig von der Haltedauer der Immobilie möglich ist (BFH, Urteil v. 8.4.2014, Az. IX R 45/13).

Tipp

Dieses Urteil ermöglicht es Immobilieneigentümern, denen überteuert Schrottimmobilien angedreht wurden, endlich zu verkaufen und zumindest die Zinsbelastung durch Steuererstattungen finanzieren zu können.

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