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Diese Fahrtkosten können Arbeitnehmer in ihrer Steuererklärung geltend machen

So geben Sie Fahrkosten in der Steuererklärung an

Sitzen Sie gerade am Ausfüllen Ihrer Steuererklärung: Wenn ja, sollten Sie das Jahr Revue passieren lassen und nach Situationen suchen, bei denen Ihnen Fahrtkosten entstanden sind, die Sie in Ihrer Steuererklärung als Steuersparposten unterbringen können. Hier die wichtigsten Infos für Fahrtkosten in der Steuererklärung.

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Fahrtkosten in der Steuererklärung bei Arbeitnehmern

Sind Sie Arbeitnehmer und pendeln jeden Tag zur Arbeit, können Sie für Fahrten zwischen Wohnung und Ihrer ersten Tätigkeitsstätte Fahrtkosten in Höhe von 0,30 Euro für die einfache Strecke als Werbungskosten abziehen (sog. Entfernungspauschale).

Beim Werbungskostenabzug für Fahrtkosten im Rahmen der Entfernungspauschale sollten Sie als Arbeitnehmer folgende Besonderheiten kennen:

  • Anerkannt wird immer nur die kürzeste Verbindung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte.
  • Nutzen Sie eine längere Strecke, weil Sie sich dadurch täglich 10% Fahrtzeit sparen, können Sie ausnahmsweise auch diese längere Strecke bei den Fahrtkosten in die Steuererklärung eintragen.
  • Sind Sie Lehrer oder Schichtarbeiter und müssen an einem Tag mehrmals zur Arbeit fahren, gibt es für die Entfernungspauschale leider nur eine einzige Fahrt pro Tag.
  • Mit der Entfernungspauschale sind grundsätzlich alle Fahrtkosten abgegolten. Einzige Ausnahme: Verursachen Sie einen Unfall auf dem Arbeitsweg, können selbst getragene Unfallkosten neben der Entfernungspauschale abgezogen werden.
  • Die Entfernungspauschale für Fahrtkosten in der Steuererklärung, gibt es unabhängig davon, welches Verkehrsmittel Sie für den Arbeitsweg benutzt haben (Auto, Bus, Bahn, Fahrrad, passiver Mitfahrer in Fahrgemeinschaft).

Beispiel:

Ihre Frau und Sie arbeiten beim selben Arbeitgeber. Sie fahren an 230 Tagen im Jahr im gemeinsamen Auto zur Einrichtung Ihres Arbeitgebers. Die Entfernung zwischen Wohnung und dieser ersten Tätigkeitsstätte beträgt einfach 50 km.

Folge: Sowohl Sie als Ihre Ehefrau können für die Fahrtkosten zur Arbeit in der Steuererklärung einen Werbungskostenabzug in Höhe von 3.450 Euro beantragen (230 Tage x 50 km x 0,30 Euro/km).

Praxis-Tipp:
Beantragen Sie für Fahrtkosten einen Werbungskostenabzug in Ihrer Steuererklärung, dürfen Sie bei Benutzung eines Autos die Entfernungspauschale in unbegrenzter Höhe steuerlich geltend machen. Kommen Sie auf anderem Weg zu Ihrer ersten Tätigkeitsstätte, ist der Werbungskostenabzug auf 4.500 Euro pro Jahr begrenzt

Fahrtkosten in der Steuererklärung bei beruflicher Auswärtstätigkeit

Sind Sie Arbeitnehmer und haben in der Einrichtung Ihres Arbeitgebers keine erste Tätigkeitsstätte oder sind Sie mit Ihrem Pkw aus beruflichen Gründen außerhalb dieser ersten Tätigkeitsstätte unterwegs, winkt für diese Fahrtkosten in der Steuererklärung der doppelte Werbungskostenabzug im Vergleich zur Entfernungspauschale. Denn Fahrtkosten im Rahmen einer beruflichen Auswärtstätigkeit können mit 0,30 Euro für jeden gefahrenen Kilometer (Hin- und Rückfahrt) in der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Beispiel:

Sie sind Außendienstmitarbeiter und benutzten für die Fahrten zu Kunden Ihren Privat-Pkw. Sie zeichnen in einem Jahr 7.000 beruflich gefahrene Kilometer außerhalb Ihrer ersten Tätigkeitsstätte auf.

Folge: Da es sich bei diesen Fahrten um Fahrten im Rahmen einer beruflichen Auswärtstätigkeit handelt, können Sie dafür Werbungskosten für Fahrtkosten in Höhe von 2.100 Euro in Ihrer Steuererklärung berücksichtigen.

Arbeitnehmer mit Behinderung: Höhere Fahrtkosten in Steuererklärung beantragen

Arbeitnehmer mit einem bestimmten Grad der Behinderung dürfen bei Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte für die Fahrtkosten einen Werbungskostenabzug von 0,30 Euro je gefahrenen Kilometer (= Hin- und Rückfahrt) in ihrer Steuererklärung geltend machen. Behinderte Arbeitnehmer profitieren von diesem Steuerprivilegien, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Der Grad der Behinderung beträgt mindestens 70 Prozent
  • Der Grad der Behinderung beträgt mindestens 50 Prozent und zusätzlich ist die Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt (Merkzeichen "G" oder "aG").

Am einfachsten können Sie Fahrtkosten und weitere Steuerersparnisse angeben, wenn Sie bei Ihrer Steuererklärung eine clevere Software wie TAXMAN benutzen. So sind die Steuer-Abzüge spielend geschafft.

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