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So beteiligen Sie das Finanzamt an Ihrer Ausstandsfeier

Ausstandsfeier steuerlich geltend machen

Wechseln Sie Ihren Arbeitgeber, dürfen Sie unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für die Ausstandsfeier als Werbungskosten geltend machen. Damit das klappt, müssen Sie jedoch ein paar Steuerspielregeln beachten.

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Voraussetzungen des Werbungskostenabzugs für Ausstandsfeier

Haben Sie den Job gewechselt oder dieser Schritt steht bevor, können Sie bei Einhaltung einiger Voraussetzungen das Finanzamt an den Kosten der Abschiedsfeier beteiligen. Sie müssen dem Finanzamt nur klar und deutlich nachweisen, dass die Feierlichkeit rein beruflich war. 

In einem Streitfall vor dem Finanzgericht Münster schmiss ein Arbeitnehmer wegen eines Jobwechsels für seine alten Kollegen und Kunden seines bisherigen Arbeitgebers eine Ausstandsfeier. Kosten für die rund 100 Teilnehmer: 5.000 Euro. Diese 5.000 Euro machte er als Werbungskosten in seiner Einkommensteuererklärung geltend. Das Finanzamt lehnte den Abzug ab, der Fall ging vor Gericht und der Arbeitnehmer siegte.

Die Richter des Finanzgerichts Münster gewährten den Werbungskostenabzug für die Ausstandsfeier, weil folgende Voraussetzungen darauf hindeuteten, dass die Feierlichkeiten rein beruflich waren (FG Münster, Urteil v. 29.5.2015, Az. 4 K 3236/12 E):

  • An der Feier nahmen nur Kollegen, Kunden und Geschäftspartner teil, kein einziger Verwandter, Freund oder privater Bekannter.
  • Mitarbeiter seines bisherigen Arbeitgebers organisierten die Feier.
  • Der Arbeitnehmer konnte dem Finanzamt ein Einladungsschreiben und die Gästeliste vorlegen.

Dass die Feier erst ab 18 Uhr und im Restaurant eines Hotels, also nicht während der Arbeitszeit und nicht in Räumlichkeiten des bisherigen Arbeitgebers stattfand, führte nicht dazu, dass die Ausstandsfeier als private Feier zu beurteilen war. 

Tipp

Die Grundsätze zur steuerlichen Absetzbarkeit der Kosten für eine Ausstandsfeier müssten 1 : 1 auch für die Einstandsfeier beim neuen Arbeitgeber gelten. Am wichtigsten ist wohl die Gästeliste als Nachweis dafür, dass Personen aus dem privaten Umfeld des Arbeitnehmers bei der Feierlichkeit nicht mit von der Partie waren. Also auf jeden Fall Gästeliste immer aufbewahren und dem Finanzamt im Zweifel präsentieren.

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