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Vermietung: Werbungskostenabzug für Einzahlung in Instandhaltungsrücklage?

Vermietung: Werbungskostenabzug für Einzahlung in Instandhaltungsrücklage?

Die steuerliche Behandlung der Einzahlungen in die Instandhaltungsrücklage führen bei Vermietern oftmals zu Irritationen und Unsicherheiten. Vermieten Steuerzahler eine Immobilie und die Verwaltung dieser Immobilie wird durch einen Wohnungsverwalter übernommen, sind Zahlungen in eine Instandhaltungsrücklage ein Muss. Geben die Vermieter diese Zahlungen in die Instandhaltungsrücklage als Werbungskosten in der Anlage V zur Einkommensteuererklärung ein, spielt das Finanzamt jedoch nicht mit. Hier die grundlegenden Steuerinfos zur Instandhaltungsrücklage.

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Die Einzahlungen eines Vermieters in die Instandhaltungsrücklage beurteilt das Finanzamt als bloße Vermögensumschichtung. Das Geld wandert von einem Konto auf ein anderes Konto, wobei aber keine als Werbungskosten abziehbaren Aufwendungen entstanden sind. Anders ausgedrückt: Das Geld wandert von der linken Hosentasche des Vermieters in die rechte.

Einzahlungen in die Instandhaltungsrücklage führen also noch nicht zu abziehbaren Werbungskosten im Zusammenhang mit der vermieteten Immobilie.

Auflösung der Instandhaltungsrücklage für Reparaturen steuerwirksam

Finden Sie in der Wohngeldabrechnung über eine vermietete Immobilie  dagegen Zu- und gleichzeitig Abgänge aus der Instandhaltungsrücklage, steht Ihnen für die Abgänge eine Steuerentlastung zu. Und zwar in Höhe der anteilig auf Sie aus der Instandhaltungsrücklage entfallenden Reparaturkosten.

Beispiel

Ein Vermieter sitzt an seiner Einkommensteuererklärung für 2014. Aus seiner Wohngeldabrechnung für eine vermietete Immobilie kann er folgende, anteilig auf ihn entfallende Werte zur Instandhaltungsrücklage entnehmen:

Infos in der Wohngeldabrechnung

Steuerliche Behandlung

Zahlungen in die Instandhaltungsrücklage 2017: 400 Euro

Keine Werbungskosten

Auflösung der Instandhaltungsrücklage wegen notwendiger Reparaturen: 150 Euro

Werbungskostenabzug 150 Euro (Eintragung in Anlage V)

Tipp

Eigentümer, die Ihre Immobilie zu eigenen Wohnzwecken nutzen, können die für die anteilig auf sie entfallenden Auflösungsbeträge der Instandhaltungsrücklage eine Steueranrechnung für Handwerkerleistungen nach § 35a Abs. 3 EStG in Höhe von 20% der Arbeitsleistung, maximal 1.200 Euro beantragen. Der Wohnungsverwalter muss den Eigentümern die Höhe der begünstigten Arbeitskosten auf Antrag schriftlich aushändigen.

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